Bienenwachs

Zwischen dem 12. und 18. Lebenstag schwitzen die Bienen Wachs aus ihren acht Wachsdrüsen, die sich an der Unterseite ihres Unterleibs befinden. Diese winzigen Wachsstückchen sind zuerst schneeweiss, weich, gut formbar und deshalb das perfekte Material für den Wabenbau. Beim Bau der vielen Tausend Zellen fügen die Baubienen weitere Sekrete und winzige Mengen Propolis hinzu. Durch Pollen, Propolis, Honig und Bebrüten entsteht mit der Zeit der wundervolle, typische Wachsgeruch und der Wachs verfärbt sich von gelb zu bernsteinfarben bis zu dunkelbraun. 

Bienenwachs besteht aus über 300 Stoffen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass bisher noch nicht alle analysiert wurden. Die Hauptstoffe sind:

  • 64% fetthaltige Stoffe (Estern)
  • 15% Fettsäuren
  • 14% Kohlenwasserstoffe

 

Bienenwachs ist ein Hilfsmittel für den Transport von Stoffen ins Gewebe. Er ist zwar ein inerter Stoff, der sich (fast) nicht mit anderen Stoffen verbindet. Trotzdem lässt sich Wachs durch erwärmen/schmelzen gut in Salben und Kosmetika einrühren - was diesen eine festere Konsistenz verleiht. 

In der Apitherapie-Praxis ist es üblich, dass Bienenwachs mit Propolis (roh oder Extrakt) vermischt wird. Dadurch werden die Eigenschaften der Propolis verstärkt. Für einen Erkältungsbalsam mit Bienenwachs und Propolis werden auch ätherische Öle beigemischt, z.B. Thymian, Rosmarin, Lavendel, Salbei.

Bienenwachs-Wickel sind hochwirksam zur Linderung von allen Lungen- und Dickdarmkrankheiten. Die sanfte, langanhaltende Wärme hilft auch die Leber, das Zwerchfell und die übrige Muskulatur zu entspannen (und lindert somit Beschwerden von Lumbago bis Kopfschmerzen).
Gerade Kinder reagieren sehr positiv auf die sanft wärmenden Wickel und Auflagen, denn Wachs ist auch entzündungshemmend, beruhigend und schmerzstillend.

Wachs hat zudem eine erweichende Wirkung - es verleiht der Haut eine weiche, elastische Struktur - dadurch kann auch Narbengewebe weicher werden und zu einer schöneren, unauffälligeren Narbenbildung führen.

Zu beachten:
Verarbeitete Produkte können in seltenen Fällen (z.B. bei Dermatitis) allergische Reaktionen verursachen. Dies kann an Fremdstoffen wie Propolis oder Pollen liegen. Ein sorgfältig hergestelltes Produkt aus dem "Apitherapielabor" mit reinem Abdeckelungswachs von der Waldhonigernte, könnte da Abhilfe leisten.